Heiterwang | © Heiterwang

Skitouren-Tage um Heiterwang

vom 12.02. bis 15.02.2017

12.02.2017

Tourenleiter: Able Ludwig
Teilnehmer: 6

Vom 12. bis 15. Februar unternahm eine sechsköpfige Gruppe der DAV Sektion Dingolfing unter Leitung von Ludwig Able mehrere Skitouren vom Stützpunkt Heiterwang aus.
Am Sonntag um 6 Uhr brach die Gruppe Richtung Heiterwang auf. Vor Ort erkundigte man sich nach den Verhältnissen und entschied sich für den Thaneller, den Hausberg von Heiterwang. Beim Aufstieg musste ein steiles Kar mit den Skiern auf dem Rücken durchstiegen werden. Circa 50 Hm und eine 15 m lange Querung mit einer Hangneigung von etwa 60 ° wurden so bezwungen. Danach kam noch ein einstündiger Aufstieg auf Skiern. Doch die Brotzeit bei bestem Wetter, mit großartiger Aussicht auf Zugspitze und die Lechtaler Alpen, entschädigte für die Mühen. Die Abfahrt erfolgte bei gutem Firn bis zum Kar, von hier über die Tragestrecke und danach auf einer Buckelpiste, 300 Hm Pulverschnee und durch das enge Bergbachtal, zum Karlift und zurück zum Auto.
Am nächsten Tag startete man am Parkplatz Rinnen-Rauth am Rothlech, um über die Ehenbichler Alpe zum Galtjoch (2109 m) aufzusteigen. Vom Gipfel fuhr man genüsslich den am Vortag erspähten Steilhang mit jungfräulichem Pulverschnee hinab zur Raazalpe. Über eine Querung ging es wieder zur (leider geschlossenen) Ehenbichler Alpe und zurück zum Auto. Heute blieb sogar Zeit für eine Kaffeepause in Berwang.
Für den Dienstag war die Grünsteinumfahrung geplant. Von Biberwier aus nutzten die Skibergsteiger zunächst die Lifte auf das Marienbergjoch (1789 m), dann stiegen sie noch 350 Hm zum Hölltörl (2126 m) auf. Über eine Buckelpiste, die in Spiegelfirn überging, fuhr man in die Höll (1800 m) ab. Nach einer kleinen Brotzeit erfolgte ein einstündiger Aufstieg zur Grünsteinscharte (2259 m). Jetzt ging es mit einem Abstieg, einer Querung und einem weiteren Aufstieg zum Tajatörl weiter. Nach einer Pause konnten alle eine lange Abfahrt mit circa 3,5 km und 700 Hm durchs Brendlkar zu den Ehrwalder Alm Liften genießen. Zuletzt nutzten die Skisportler die Piste und den Skibus, um nach Biberwier zurückzukehren. Eckdaten der Runde: ca 1000 Hm Aufstieg, 1600 Hm Abfahrt, Strecke 16 km.
Die Schlierenwand mit ihrem unberührten Pulverschnee, das war der Tourentipp der Wirtin, den wollten die Tourengeher verwirklichen. Leider war die zur Wand führende Spur nicht aufzufinden. Zuerst folgte man einem Wirtschaftsweg und einem Abzweig in immer dichteren Wald - unfahrbar. So entschloss man sich zur Umkehr. Bald war der Sommerweg zur besagten Wand erreicht, eine Abfahrt war nicht machbar. So spurte man den Hochwald empor bis zur Latschenzone und weitere 150 Hm hinauf zu einer Felsrinne. Nach der verdienten Mittagspause erstieg ein Teilnehmer die Rinne zum Felskopf. Der Ausstieg, die fortgeschrittene Zeit und die anstehende Heimreise bewogen die Gruppe dazu, die Tour abzubrechen und auf reichlich Pulverschnee abzufahren. So ging ein erlebnisreicher Kurzurlaub mit vielen sportlichen Höhenpunkten zu Ende.