Vom 16. bis 19. April führte die DAV Sektion Dingolfing unter Leitung von Ludwig Able Skitouren in der Albulagruppe durch. Die Albula Berggruppe liegt im Engadin, nördlich des Inns, zwischen Septimer- und Flüelapass. Die Anfahrt erfolgte zum Julierpass, dort wurde auf etwa 2200 m, mit Steigfellen unter den Skiern, gestartet. Der Weg führte durch das Güglia Tal hinauf zur Fuorclia d’Agnel (2982 m). Hier genoss man bei bestem Bergwetter die Aussicht und eine kleinen Brotzeit. Die nordseitige Abfahrt, bis etwa 200 Höhenmeter unter der Hütte, war, bei drei bis fünf Zentimetern Firnschnee, ein Traum. Nun stieg man noch zur Hütte „Chamanna Jenatsch“ (2952 m) auf, bezog das Lager für die nächsten vier Tage, und freute sich an der Nachmittagssonne. Am Morgen darauf entschied man sich für eine Rundtour um den Piz Tautnter Ovas (3152 m)in Verbindung mit der Besteigung des Piz Surgonda (3195 m). Die Runde ist zwar nur ca. zehn Kilometer lang, mit einer Abfahrt von etwa 900 Höhenmetern, ist aber landschaftlich vielversprechend und die genussreiche Abfahrt bei bestem Firnschnee wollte man sich nicht entgehen lassen. Beim erneuten Aufstieg zur Hütte wurde noch eine halbstündige Sonnenpause eingelegt. Am dritten Tag wurde der Piz Err (3380 m) in Angriff genommen. Der Aufstieg erfordert gute Skibergsteiger, da er durch zwei Steilstufen mit ca. 40° Hangneigung auf 100 Hm führt, und der Gipfelanstieg, nach dem Skidepot, durch eine 50°- Steilrinne mit anschließendem kurzen Felsgrat zu bewältigen ist. Auch diese Abfahrt war so gut, dass man nach etwa 800 Höhenmetern Firnabfahrt nochmal auffellte und nordseitig zum Gletscher Vadret Calderas aufstieg, um eine weitere Firnabfahrt zu genießen, ehe man wieder zur Hütte zurückkehrte. Am Sonntag nahm man Abschied von der Chamanna Jenatsch, die hervorragend bewartet ist, feines Essen und großzügigen Platz im Lager bietet. Für das nächste Jahr ist im April die Wiederholung der Ausfahrt geplant, da das Gebiet noch zahlreiche weitere, lohnende Skitouren zu bieten hat.