Ochsenkopf | © Killesreiter Marlene

Wandertage im Fichtelgebirge

vom 05.07. bis zum 08.07.2023

05.07.2023

Tourenleiterin: Herold Kristine, Killesreiter Marlene
Teilnehmer: 8

Letzte Woche verbrachten zehn Wanderfreunde der Seniorengruppe der DAV Sektion Dingolfing vier Wandertage im Fichtelgebirge. Quartier nahm man in Fichtelberg, das zu Füßen der höchsten Berge des waldreichen Mittelgebirges liegt. Die zentrale Lage war ideal für die geplanten Wanderungen.

Durch die Vielzahl einzigartiger Eindrücke bei idealem Wanderwetter wird der Besuch des Fichtelgebirges sicher in bester Erinnerung bleiben.

Waldstein

Obwohl der Anreisetag anfangs noch etwas nebelverhangen war, erkundete man den Waldstein mit dem roten Schloss, zahlreichen aufeinander getürmten Felsblöcken und dem höchsten Aussichtspunkt „Schüssel“, einem Pavillon, den man auf Treppen erklimmen kann. Von dieser Warte aus konnte man bereits die Ziele der nächsten Tage erspähen. Durch Mischwald und vorbei an Felsformationen ging es noch weiter bis zur Saalequelle.

Ochsenkopf

Der gut erschlossene Ochsenkopf (1024m) war das nächste Ziel. Die Gruppe erwanderte den Gipfel von Karches aus. Über den wunderschönen Weißmain-Naturpfad gelangte man zur Skisprungschanze und schließlich zum Aussichtspunkt Hügelfelsen mit Blick auf Bischofsgrün. Steil stieg man dann, mehrfach die Lift-Baustelle querend, hinauf zum Gipfelkreuz und schließlich zum Asenturm, mit Blick über das ganze Fichtelgebirge. Die Terrasse der zugehörigen Gaststätte verlockte zu einer verdienten Pause. Auch der Abstieg hatte noch einiges zu bieten: Goethefelsen, Weißmainquelle und Weißmainfelsen.

Schneeberg

Der höchste Berg des Fichtelgebirges, der Schneeberg (1054 m), durfte natürlich auch nicht fehlen. Über das Seehaus stieg man zum Nußhardt, einem Felsgipfel, umgeben von einem Meer aus gewaltigen, abenteuerlich übereinander geschichteten  Granitblöcken auf. Vom höchsten Punkt aus bestaunte man das Panorama, ganz versteckt darunter erkundete man die Nußhardtstube, eine Höhle zwischen den Gesteinsblöcken. Von hier führt ein bequemer Steig auf den nahen Gipfel, mit dem Aussichtsturm „Backöfele“, einem schönen Brotzeitplatz, aber auch mit dem ehemaligen Fernmeldeturm, einer Erinnerung an den Kalten Krieg. Im Abstieg stattete man dem Haberstein, einem weiteren Blockmeer, einen Besuch ab. Erholung fand man am nahe gelegenen Fichtelsee, eingebettet in der Einsattelung zwischen Ochsenkopf und Schneeberg.

Kösseine

Nun fehlte noch die Kösseine, ein Bergstock bei Wunsiedel, mit markantem Felsgipfel und Aussichtspunkt, dazu einem gemütlichen Berggasthof. Ein einsamer Pfad führt von hier über die Kleine Kösseine hinüber zum Felsenlabyrinth Luisenburg, Europas größtem Felsenlabyrinth und Geotop nationaler Bedeutung. Riesige Felsbrocken, Granittürme, Schluchten und Höhlen bilden ein einzigartiges Naturerlebnis, erschlossen durch gut markierte Pfade, Durchschlupfe, Treppen und Aussichtspunkte.