Anfang Februar startete für fünf Bergsteiger der DAV Sektion Dingolfing das Abenteuer einer zweitägigen Schneeschuhtour auf den Morgenkogel mit dem Zustieg zum Meißener Haus (1720 m). Die Hütte empfing die Wanderer als perfekter Stützpunkt inmitten der verschneiten Tuxer Alpen. Nach einer kurzen Rast und dem Deponieren des schweren Gepäcks machten sich die Wintersportler am Nachmittag auf den Weg Richtung Viggarspitze. Die frisch fallenden Flocken raubten zeitweise den Blick, ließen aber auch unberührte Natur in ihrer vollen Pracht bewundern. Es war der ideale Auftakt, um die Beine für den nächsten Tag locker zu machen. Nach einem kräftigen Frühstück hieß es: Schneeschuhe anziehen, direkt vor der Hüttentür. Die Bedingungen waren optisch ein Traum – blauer Himmel, kein Wind, doch die Natur mahnte die Schneeschuhgeher zur Vorsicht. Von der Hütte aus stapften die Tourengeher zunächst auf einen Steilhang im Zirbenwald. Ab hier wurde der Schnee tiefer und die Spurarbeit mühsamer. Oberhalb der Waldgrenze erreichte man schließlich ein weitläufiges Plateau und die Ausblicke luden zu einer Trinkpause ein. Die kraftgebende Stille der tiefwinterlichen Landschaft war absolut. Doch die Idylle trog etwas. „Wumm“-Geräusche im Gelände waren ein deutliches Warnsignal der Schneedecke. Die Bergsteiger waren achtsam bei ihren Entscheidungen und passten die weitere Routenwahl entsprechend an. Als die Schneeschuhbergsteiger das Gipfelkreuz des Morgenkogels (2607 m) erreichten, realisierten sie, dass sie den Berg heute ganz für sich alleine hatten. Kein Trubel, kein Zivilisationslärm – nur das Panorama der Tuxer Alpen und der weite Blick über das Inntal. Die Sonne meinte es gut mit der Gruppe, was allerdings dazu führte, dass die weiße Pracht an vielen Stellen zu wünschen übrig ließ. Und somit verwandelte sich der Abstieg zu einem echten Geschicklichkeitstraining. Alle fünf Bergsteiger kamen wohlbehalten und mit einem zufriedenen Lächeln am Parkplatz an.