Gipfelglück im Karwendel: DAV Dingolfing bezwingt den Hohen Gleirsch | © Hartinger Manfred

Bike & Hike auf den Hohen Gleirsch

12.09.2026

Tourenleiter: Hartinger Manfred
Teilnehmer: 2

Eine ebenso spannende wie beeindruckende Bike & Hike-Überschreitung absolvierten kürzlich die Mitglieder der DAV-Sektion Dingolfing. Ziel der sportlichen Tagestour war der Hohe Gleirsch (2.492 m).
Die Bergtour startete morgens um 8:00 Uhr in Scharnitz. Zunächst schwangen sich die Alpinisten auf ihre Mountainbikes, um den langen Zustieg durch das Gleirschtal zu verkürzen. Entlang der Isar führte die Route vorbei am Schönwieshof und hinauf zur Gleirschhöhe (1.069 m). Von dort ging es hinab durch die Hupferklamml und mit einem Gegenanstieg über den „Hölzernen Schuß“ bis zum Rad-Depot beim „Blutsgrabenschlag“ auf 1.150 m.
Ab hier begann die eigentliche Bergtour zu Fuß: Über den unteren Grünbichl und die Ochsenhütte stiegen die DAV-Mitglieder zum oberen Grünbichl auf. Nach dem Queren im oberen Bereich des Blutsgrabens ging es durch latschenbewachsenes Gelände steil hinauf zu den Richtständen. Die anschließende Durchsteigung der schrofigen Schönfleckewand forderte Trittsicherheit und erhöhte Konzentration. Über felsige Bänder gelangte die Gruppe hoch zum Westgrat, der mehrere kurze Kletterstellen im unteren I. Schwierigkeitsgrad bereithielt. Um 13:00 Uhr erreichten die Dingolfinger schließlich den Gipfel des Hohen Gleirsch. Belohnt wurde die Gruppe für den schweißtreibenden Aufstieg mit einer ausgiebigen Rast unter absolut wolkenfreiem Himmel und einem grandiosen Rundumblick.
Der Abstieg führte über den Normalweg hinab ins Riegelkar, vorbei am oberen und unteren Sagkopf sowie an der imposanten Sagwand. Zurück am Bikedepot ging es mit den Mountainbikes – und einem kurzen, knackigen Gegenanstieg an der Gleirschhöhe – rasant zurück zum Ausgangspunkt nach Scharnitz, wo die Gruppe um 16:00 Uhr wohlbehalten eintraf. Insgesamt steckten den Teilnehmern am Ende stolze 1.680 Höhenmeter im Auf- und Abstieg sowie eine Gesamtstrecke von 26 Kilometern in den Knochen.
Auf der Heimreise wurde in Garmisch-Partenkirchen eine kurze Laderast eingelegt. Die Bergsteiger nutzten die Zeit optimal, um die gelungene und unfallfreie Überschreitung bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen zu lassen, bevor es endgültig zurück in die Heimat nach Dingolfing ging.