Von Hütte zu Hütte durch das wilde Herz des Verwalls | © Hartinger Manfred

Verwallrunde 2026

 vom 15. bis 22.07.2026

15.07.2026

Tourenleiter: Hartinger Manfred
Teilnehmer: 3

Von Hütte zu Hütte durch das wilde Herz des Verwalls
Vom 15.07. bis 22.07.2026 verschlug es unsere DAV-Gruppe in die imposante Bergwelt der Verwallgruppe. Acht Tage, acht abwechslungsreiche Etappen und jede Menge alpine Eindrücke lagen vor uns. Die Durchquerung bot alles, was das Bergsteigerherz begehrt: von gemütlichen, landschaftlich traumhaften Höhenwegen bis hin zu knackigen, ausgesetzten Passagen mit leichten Kletterstellen im I. Grad, die absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderten.
Die Tour im Überblick
Termin: Mittwoch, 15.07.2026 – Mittwoch, 22.07.2026
Charakter: Anspruchsvolles Bergsteigen (einfache bis mittelschwere Höhenwege kombiniert mit alpinen Kletterpassagen bis Schwierigkeitsgrad I)
Ausgangspunkt: St. Christoph am Arlberg
Endpunkt: Pettneu im Stanzer Tal
Tagesprotokoll: Unsere Etappen im Detail

Tag 1: Der sanfte Einstieg
Route: St. Christoph – Paul-Bantlin-Weg – Kaltenberghütte
Erlebnis: Zum Auftakt starteten wir gemütlich in St. Christoph. Über den landschaftlich wunderschönen Paul-Bantlin-Weg wanderten wir bergauf zu unserem ersten Stützpunkt, der Kaltenberghütte. Ein perfektes Warm-up bei traumhafter Kulisse und ideal, um als Gruppe zusammenzuwachsen.

Tag 2: Übers Joch ins wilde Verwall
Route: Kaltenberghütte – Krachenjoch – Gstansjoch – Gstanskopf – Konstanzer Hütte
Erlebnis: Heute wurde es alpiner. Über das Krachen- und das Gstansjoch näherten wir uns dem Herz des Verwalls. Der Gstanskopf forderte bereits erhöhte Aufmerksamkeit, bevor es hinab zur gemütlichen Konstanzer Hütte ging, wo wir den Tag bei bester Hüttenkost ausklingen ließen.

Tag 3: Die Königsetappe am Patteriol
Route: Konstanzer Hütte – Wannenjöchle – Gipfeloption: Patteriol – Neue Heilbronner Hütte
Erlebnis: Ein echter Höhepunkt! Der Aufstieg zum Wannenjöchle bot spektakuläre Tiefblicke. Für die Gipfelstürmer stand die optionale, extrem markante Pyramide des Patteriol auf dem Programm – eine anspruchsvolle Kletterei, die volle Konzentration verlangte. Belohnt wurden wir alle mit der grandiosen Kulisse rund um die Neue Heilbronner Hütte.

Tag 4: Genusswandern zum Muttenjoch
Route: Neue Heilbronner Hütte – Muttenjoch – Friedrichshafener Hütte
Erlebnis: Nach den Strapazen des Vortages tat die etwas kürzere Etappe gut. Der Übergang über das Muttenjoch bot uns weite Blicke auf die umliegenden Dreitausender. Am frühen Nachmittag erreichten wir die Friedrichshafener Hütte, die idyllisch an einem kleinen Bergsee liegt.

Tag 5: Schroffe Felsen und alpine Würze
Route: Friedrichshafener Hütte – Kuchenjoch – Darmstädter Hütte
Erlebnis: Es wurde wieder rau und hochalpin. Der steile Zahn zum Kuchenjoch verlangte absolute Trittsicherheit. Belohnt wurden wir mit dem Abstieg in den imposanten Talkessel der Darmstädter Hütte, die umgeben von wilden Felswänden und Moränen liegt.

Tag 6: Scharten-Hopping im Hochgebirge
Route: Darmstädter Hütte – Seßladjoch – Niederelbehütte – Fatlarscharte – Niederelbehütte
Erlebnis: Eine lange, fordernde Etappe. Vom Seßladjoch ging es zunächst zur Niederelbehütte. Nach einer kurzen Rast packten wir noch den steilen, teils versicherten Aufstieg zur Fatlarscharte an, bevor wir erschöpft, aber glücklich unser Nachtlager in der Niederelbehütte bezogen.

Tag 7: Das furiose Finale am Hohen Riffler
Route: Niederelbehütte – Schmalzgruben Scharte – Edmund-Graf-Hütte – Gipfel: Hohe Riffler (3.168 m) – Edmund-Graf-Hütte
Erlebnis: Unser absolutes Gipfel-Highlight! Nach dem Übergang über die Schmalzgruben Scharte deponierten wir unser schweres Gepäck an der Edmund-Graf-Hütte. Von dort stiegen wir weglos und über leichte Kletterstellen (I) auf den Gipfel des Hohen Rifflers. Der Blick vom höchsten Punkt unserer Runde über die Tiroler Bergwelt war schlichtweg atemberaubend!

Tag 8: Abschied vom Verwall
Route: Edmund-Graf-Hütte – Malfontal – Pettneu

Erlebnis: Der Abstieg durch das malerische Malfontal brachte uns zurück in die Zivilisation nach Pettneu. Mit müden Beinen, aber vollgepackt mit unvergesslichen Erinnerungen, Bergfreundschaften und spektakulären Fotos traten wir die Rückfahrt zum Ausgangspunkt an.
Die Verwallrunde hat ihrem Ruf als eine der schönsten, aber auch anspruchsvollsten Hüttentouren der Ostalpen alle Ehre gemacht. Dank der hervorragenden Disziplin, Trittsicherheit und guten Laune aller Teilnehmer wurde die Woche zu einem unvergesslichen DAV-Gemeinschaftserlebnis.