DAV Busausflug | © Meier Brigitte

DAV Ausflug: Ein herrlicher Bergtag im Königsseegebiet

Für Samstag war die traditionelle Busfahrt der DAV Sektion Dingolfing angesagt. Bereits um sechs Uhr hatten sich 38 Bergfreunde auf der Zirkuswiese eingefunden und nach einer kurzweiligen Fahrt von gut zweieinhalb Stunden war das Ziel, der Königssee bei Berchtesgaden erreicht. Die DAVler konnten zwischen verschiedenen Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wählen. Die Kletterer machten sich auf den Weg zum Klettersteig am Grünstein, weitere Teilnehmer erstiegen den Grünstein auf dem Wanderweg. Eine andere Gruppe unternahm eine Bergwanderung zur Königsbachalm, für die Berggenießer war eine Wanderung um den Hintersee bei Ramsau angeboten.

Am Bus trafen alle Vereinsmitglieder zusammen und auf dem Heimweg gab es viel über den rundum gelungenen Ausflug bei strahlendem Wetter, mit herrlichen Ausblicken und geselligem Beisammensein zu erzählen.

Für die leichte Wanderung hatten sich 13 Ausflügler entschieden. Der Bus brachte sie nach Ramsau, wo sie von der Kirche St. Sebastian starteten und entlang der Ramsauer Arche bis zum Zauberwald marschierten. Kennzeichnend sind hier die den Wald durchsetzenden Bergsturztrümmer, die eine romantische Atmosphäre schaffen. Dieser Bergsturz, der auch die Ramsauer Ache zum Hintersee aufstaute, bedeckt eine Fläche von 0,75 km². Weiter ging es zum Hintersee, den man umrundete. Viele Urlauber gönnten sich bei dem warmen Wetter eine Abkühlung im See oder eine Rast am Badestrand. Bald hatte man ein schattiges Plätzchen für die Brotzeit gefunden. Bei dem wolkenlosen Himmel war die Sicht ungetrübt und von allen Seiten grüßten die bekannten Gipfel der Berchtesgadener Alpen. Weiter ging es dem Hintersee entlang und über den Zauberwald zurück nach Ramsau. Dort wartete bereits der Bus und brachte die Wanderer zurück zum Königssee. 

Die Gruppe der Bergwanderfreunde machte sich am Parkplatz am Königssee bei guten Bedingungen auf den Weg zur Königsbachalm. Der Anstieg verlief überwiegend durch schattigen Wald und war dadurch auch bei den sommerlichen Temperaturen sehr angenehm. Nach einem gemütlichen Anstieg erreichten sie die Königsbachalm, die zur Einkehr einlud. Da nur wenige Besucher unterwegs waren, konnte man die ruhige Atmosphäre und die herrliche Berglandschaft besonders genießen. Gut gestärkt setzten die Wanderer ihre Tour auf dem Panoramaweg fort. Immer wieder boten sich beeindruckende Ausblicke auf den tiefblauen Königssee und die markante Watzmann-Ostwand. Die abwechslungsreiche Strecke führte die Gruppe schließlich hinunter zur Bootsanlegestelle Kessel am See. Dort nutzten sie die Gelegenheit, ihre Wasservorräte aufzufüllen und sich mit einem Bad im Königssee zu erfrischen. Das Wasser war überraschenderweise relativ warm, zugleich aber angenehm erquickend, sodass der Sprung in den See zu einem besonderen Höhepunkt des Tages wurde. Mit dem Schiff trat man die Rückfahrt über den Königssee zum Ausgangspunkt an.

Ein anderer Teil der Alpenvereinsmitglieder machte sich daran, den Gipfel des Grünsteins (1306 m)zu bezwingen. Gemeinsam stieg man auf steilem Forstweg entlang der Bob- und Rodelbahn auf. Nach etwa 1,5 km trennten sich jedoch die Wege, einige Bergsteiger nahmen den zunächst angenehmen Steig durch den lichten Wald, der allerdings bald auch wieder steiler und rauer werden sollte. Trotz der hohen Temperaturen, die ein defensives Tempo erforderten, war nach zwei Stunden die Grünsteinhütte erreicht und lud zu kühlen Getränken ein. Anschließend folgte noch ein kurzer Anstieg auf den Gipfel, der eine großartige Aussicht auf den Königssee und die umliegenden Gipfel bot. Es dauerte nicht lange, dann kamen auch die ersten Klettersteigbezwinger und man versammelte sich am Gipfelkreuz zu einem Foto. Gemeinsam ging es zur ausgiebigen Pause zurück zur Grünsteinhütte und schließlich auf dem Aufstiegsweg hinab ins Tal.

Neun Mitglieder entschlossen nach dem kurzen, gemeinsamen, schweißtreibenden Anstieg den Gipfel über den Klettersteig anzugehen. Drei Kletterer nahmen sich den Servus Stef Klettersteig (Einstufung D/E) vor, der Rest nahm den Isidor-Steig (Einstufung B/C) in Angriff. An der Heisei-Brücke, sie verbindet die beiden Klettersteige, traf man sich und beging den restlichen, schwierigen Steig (Einstufung C) gemeinsam. Nach dem Gipfelfoto und der gemütlichen Einkehr auf der Grünsteinhütte, traten alle, mit sich und der Welt zufrieden, den Abstieg an.