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Mit Bike und Hike um die Zugspitze

vom 26.08. bis 28.08.2016

26.08.2016

Tourenleiter: Hartinger Manfred
Teilnehmer: 3

Am letzten Augustwochenende unternahmen drei DAV-Mitglieder der Sektion Dingolfing eine Bergtour um das Wettersteingebirge. Nach dem verstauen der Räder und Bergsachen ging's mit dem Auto Richtung Garmisch nach Elmau. Auf der Fahrt zeichnet sich bereits ab, dass es der Wettergott für die Bergbegeisterten die nächsten Tage reichlich gut meinen wird. In Elmau am herrlich gelegenen Konferenzhotel angekommen, konnte unweit das Gefährt abgestellt werden.
Mit Radldress und Rucksack ging es mit dem Mountainbike zuerst über Schotterstraßen und nach mehreren Hügeln idyllisch an zeitvergessenen Almen vorbei, bevor es steil abfallend nach Garmisch hinabging. Vom Tagesziel, der Coburger Hütte war man noch meilenweit entfernt. An der Gleitschirmschule vorbei Richtung Griesen ging es in gemächlicher Steigung bergan auf österreichisches Territorium. Jetzt war Ehrwald nur noch ein Katzensprung und ab dort begann die schweißtreibende Bergfahrt auf den Seebensee. Nach 1350 Höhenmeter harter Kurbelarbeit erreichte die Gruppe in knapp 5 Stunden ihr Bike-Tagesziel. An der Materialseilbahn wurde die Bereifung auf Bergschuhe umgestellt, denn die letzten Meter zur Hütte mussten zu Fuß zurückzulegt werden. Bevor es aber zur Hütte ging, hatte die Programmbeschreibung im Tourenheft noch ein "Zuckerl" auf Lager, nämlich die Besteigung der Tajakante. Am Einstieg des Klettersteigs angekommen, wurde rasch die Ausrüstung angelegt und man begann eifrig die ersten Seillängen zurückzulegen. Nach einer Stunde herrlicher Kletterarbeit wurden bereits Schlüsselstellen überwunden, was die DAVler in schwindelerregende Höhen brachte. Die Anstrengung stand allen beteiligten ins Gesicht geschrieben. Herbeisehnend erreichten die "Jungen Wilden" nach knapp 3 Stunden den Taja-Gipfel. Bei strahlender Aussicht genoss man noch die nachmittägliche Sonne. Da man das Abendessen auf der Coburger Hütte nicht ausfallen lassen wollte, hieß es sich aufzuraffen und die letzten Meter zum Nachtquartier noch zurückzulegen. Nach einem gemütlichen Hüttenabend und dem Frühstück begann der zweite Tage der Wettersteinumrundung um 7:00 mit dem Rückmarsch zu den Bikes. Jetzt stand den drei Radlern eine traumhafte einstündige Talabfahrt über den Ganghoferweg mit wenigen Gegenanstiegen nach Leutasch bevor. Im Ort angekommen führte die Fahrt über Weidach weiter nach Emmat ins Satteltal. Jetzt hieß es wieder kräftig in die Pedale zu treten und die 400m Gegenanstieg zur Jagthütte hinter sich zu lassen. An der Abzweigung zum Hohen Stich ging's wieder talwärts über die Sattelstiege nach Sagegg. Dort galt es die Innsbrucker Straße bei mächtig viel Verkehr zu überwinden. Auf der gegenüberliegenden Seite konnte man schon die leicht steigende Schotterstraße ins Grießenbach erspähen. Diese zweite Anstiegsetappe führte am Grießenbach in weiteren 500 Höhenmetern zur Eppzirler-Alm. Ab hier ging's wieder zu Fuß weiter auf die 2150m hoch gelegene Erlscharte. Auf der Scharte hieß es abermals den Klettergurt anzulegen, da noch der leichte Klettersteig auf die Erlspitze auf dem Programm stand. An diesem zweiten Tag war auch das Wetter wieder so fantastisch, dass die ewig erscheinende Route auf den Gipfel, in gut einer Stunde feinster Genusskletterei zurückgelegt war. Oben wurde noch eine ausgiebige Rast und Brotzeit eingelegt, bevor man den Abstieg zum Solsteinhaus antrat. Das Erlebte der beiden Tage wurde beim Hüttenabend gebührend gefeiert. Nach dem Frühstück am Morgen ging es wieder über die Erlscharte zurück zu den Rädern auf die Epzirler Alm. Die Sonne schien bereits weiter unten ins Tal hinein, was vermuten ließ, dass die Abfahrt auch ein traumhaftes Erlebnis werden würde. Im Tal führte die Strecke leicht abfallend über schön angelegte Wege nach Scharnitz und weiter nach Mittenwald. Im Ort wartet noch eine letzte Bergfahrt auf die Tourengruppe aus Dingolfing. Die Auffahrt zum Ferchensee ist unter den Einheimischen ein Geheimtipp, was die Vielzahl der Radler bestätigte. Der bereits sehr heiße Sonntag lud Unzählige zum Baden im See ein. Nach drei Tagen großer Entbehrungen ließen es sich die DAV-Bergsteiger nicht nehmen auch ausgiebig im Gebirgssee zu baden. Als im Westen Gewitterwolken aufzogen rafften sich alle nochmal auf und schwangen sich aufs Mountainbike um die letzten Meter nach Elmau zurückzulegen. Auf der Heimfahrt führte der Weg nach Benediktbeuern ins Klosterbräustüberl um das Erlebte der Tage zu bereden. Trotz vollem Bauch wurden auf der Heimfahrt schon wieder neue Pläne für weitere Touren geschmiedet.